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Die Gemeinde

Lage/Einwohner/Name/Brauchtum/Ritter/Harzer

Geographische Lage

Die Gemeinde Giffers liegt am Fluss Aergera und zählt zum oberen Sensebezirk. Sie umfasst das Gebietzwischen der Gemeinde Tentlingen und dem Eichholz bis zur Gemeinde Plasselb. Im Norden grenzt Giffersan St. Ursen, im Osten an Rechthalten und im Süden an St.Silvester.

Karte Region Freiburg (Zum vergrössern auf Bild klicken)

Giffers liegt zwischen 679 m.ü.M. (Poplera) und 1032 m.ü.M. (Lanthershubel). Das Dorf selber liegtzwischen 746 m.ü.M. (Hohe Fuhra) und 826 m.ü.M. (Allmendhubel). Die Gemeinde weist eine Fläche von524 Hektaren auf. Davon waren 1985 rund 30 Hektaren überbaut oder einzoniert, 83 Hektaren sind Wald, und etwa 370 Hektaren werden landwirtschaftlich genutzt. Der Rest wird als unkultivierte Flächebezeichnet und umfasst hauptsächlich die äusserst interessante Auenlandschaft des Aergeraflusslaufes.

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Einwohner

Am 31. Dezember 2012 zählte man in Giffers eine Wohnbevölkerung von 1432 Personen, 1811 waren es 512 und 1880 über 700 Personen. Zwischen 1880 und 1930 ging die Bevölkerungszahl leicht zurück und ab 1960 stieg sie dann steil an.Jahrhundertelang dominierte in Giffers die Landwirtschaft. Dies bezeugen heute zwei Käsereien (Dorf, Eichholz). Die Nähe zur Stadt und Agglomeration Freiburg liess Giffers zur attraktiven Wohngemeinde werden. Es hat sich nicht zum „Schlafdorf“ entwickelt, obwohl die Zahl der Arbeitspendler recht stark zugenommen hat. Der Charakter als eigenständiges Dorf mit Arbeitsmöglichkeiten blieb Giffers bis heute erhalten. Kleinere Gewerbebetriebe entstanden und haben neue Arbeitsplätze geschaffen.

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Der Name Giffers

Nach den Ortsnamen zu schliessen, war in ältesten Zeiten beinahe das ganze Gebiet von Giffers mit Wald bedeckt. Nur die südlich gelegenen, sonnigen und windgeschützten Hänge, namentlich beim heutigen Dorf, waren von Wald befreit und dienten als Weideplatz für Ziegen. Auch einige Hütten standen da und ein Stall. Die Romanen nannten den Ort „Caprilia“, d.h. Ziegenstall. Aus „Caprilia“ formte sich dann das Wort „Chiuriles“ (1150), später „Chivrilles“ (1324) und „Chiurilles“ (1445) und schliesslich „Giffers“.

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Brauchtum

Um und in Giffers entstanden eine stattliche Anzahl Sagen, die zum Teil nur unvollständig überliefert sind. Eine dieser Sagen hat den Leuten aus Giffers auch zum Übernamen „Harzer“ verholfen. Die Harzkuchenfabrikation ist vor einigen Jahrzehnten verschwunden. Die honigfarbenen Harzkuchen fanden früher Verwendung beim Schlachten.Bekannt und beliebt ist hingegen der „Güfferstee“. Dieses heisse Getränk wird an allen möglichen Anlässen geschätzt und ist im ganzen Sensebezirk bekannt geworden. Ein traditionelles Brauchtum gibt es in Giffers eigentlich nicht mehr. 

Aus heidnischer Zeit stammt der Brauch der „Lostage“. Die zwölf Tage zwischen Weihnachten und Dreikönige dienten dazu, das Wetter der kommenden Monate vorauszusagen. So wie das Wetter am St. Stefanstag ist, wird es im Januar sein; wie es am 27. Dezember ist, wird es im Februar sein, usw. An andere Bräuche gibt es nur noch entfernte Erinnerungen.

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Die Ritter von Giffers

Die Ritter von Giffers hatten vermutlich ihre Lehen von den Herren von der Glâne empfangen und waren also deren Vasallen. Als ein Teil der Herrschaft Glâne an das Kloster Altenryf ging, und auch Rudolf von Neuenburg demselben das Gebiet von St. Sylvester schenkte, wurden die Ritter von Giffers Dienstleute des Klosters. Ein einziges Dokument, das „Liber donationum“ von Altenryf, berichtet davon.Der bedeutendste Vertreter des Geschlechtes war Nocherus. Nocherus hatte fünf Söhne: Uldricus, Cono, Giroldus, Rodulfus und Albertus. Obwohl nicht als Ritter bezeichnet, werden weiter genannt: Albertus von Giffers; Ulrich von Giffers, Sohn des Albertus; Kono, Sohn des Otto; Albertus, Sohn des Guido; Petrus, Sohn des Uldrikus; Giroldus Rufus.

Die Besitzungen der Herren von Giffers kennen wir nicht genau. Die Lehen, welche sie vom Kloster Altenryf bekommen hatten, lagen auf dem Gebiet von St. Sylvester, Tschübru und Muschels. Doch kann man vermuten, dass der grössere Teil ihrer Güter im Gebiete der heutigen Gemeinde Giffers gelegen war, sonst hätten sie sich nicht Ritter von Giffers genannt.

Wenn wir von Rittern reden, so gehört dazu meist eine trotzige Burg mit Ringmauern und Türmen. Ob die Ritter von Giffers wohl auch in einer solchen Festung wohnten? Kein Ortsname und keine Sage hat uns die Erinnerung an eine solche überliefert.

Ein Zufall führt auf eine allerdings noch zweifelhafte Spur. Vor einigen Jahren wurde auf dem hohen Aergerafelsen über der Grotte eine Wasserquelle abgeleitet. Bei den Grabarbeiten stiess man auf altes Gemäuer. In einer Tiefe von 2 Metern kam der Felsboden zum Vorschein. „Den Turm einer alten Burg hat man entdeckt“, hiess es bald, und die Phantasie des Volkes wob um das alte Gemäuer einen Märchenschleier. Das ausgegrabene Bauwerk erinnert wirklich an einen Turm. In wenigen Metern Entfernung stiess man auf weiteres Mauerwerk. Stand hier vielleicht das Stammschloss der Ritter von Giffers?

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Harzer

In den Wäldern zwischen Giffers und Praroman hauste ein Bär. Der hatte in der Umgegend schon manches Schaf und manche Ziege zerrissen. Eines Tages veranstalteten die Bürger von Praroman eine Treibjagd, um das böse Vieh unschädlich zu machen. Ein Gifferser sammelte gerade in jenem Walde Harz. Da hörte er Hundegebell und Hörnerschall. Immer näher kam der Lärm. Plötzlich krachten hinter ihm die Zweige, und wie er sich umwandte, gewahrte er einen grossen, zottigen Bären, der brummend auf ihn loskam. Der Gifferser kletterte in der Todesangst schnell auf eine Tanne hinauf. Der Bär ging schnuppernd um den Baum herum und trottete dann weiter. Der Gifferser glaubt sich schon gerettet, da kam aber das Schlimmste erst noch. Die gehetzte Meute stürmte heran und machte plötzlich unter der Tanne Halt. Ein Dutzend blutgierige Hunde bellten zum geängstigten Manne hinauf. Nun kamen die Jäger, sahen in den Ästen droben ein Lebewesen und meinten, nichts anderes als das sei der Bär. „L’OA, L’OA, LE INQUE, LE INQUE“ riefen sie freudig. Schon legte einer das Gewehr an die Wange und zielte. Da rief der Gifferser aus Leibeskräften: „HALT, SCHIESS NIT. I BÜ NIT DER BÄR, I BÜ NUME AN ARMA HARZER VA GÜFFERSCH!“

Der Jäger, der zum Glück Deutsch verstand, riss das Gewehr aus dem Anschlag und rief seinen Genossen zu: „HALT! TERRIDE PA, LE ON POURO PEZENE DE TZEVREILEE!“ Wie auf Kommando senkten sich die Gewehre, und die Jäger brachen in ein schallendes Gelächter aus. Unterdessen war der Harzer vom Baum heruntergeklettert und stand nun wie ein ertappter Dieb schlotternd vor den Welschen. Doch diese geben ihm nur zu verstehen, er solle sich künftig sein Harz in den Wäldern von Giffers holen.Die Geschichte wurde bald im ganzen Land bekannt, und man  nannte von da an die Gifferser nur mehr die „HARZER“ und die Praromaner die „BÄREN“.

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Gemeinde Giffers - Dorfplatz 15 - 1735 Giffers - Tel + 41 26 418 26 26 - Fax + 41 26 418 17 57 - Kontakt: E-Mail gemeinde@giffers.ch